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News/Pflege
Autor : Mathias Berger

Wie schreibt man eigentlich eine richtig gute Pflegeplanung? Diese Frage die die meisten Pflegekräfte in Deutschland betrifft wird nun umfassend beantwortet mit dem neuen Buch von Mathias Berger: Wie schreibe ich eine Pflegeplanung.

Sehr viele Pflegekräfte in Deutschland wissen nicht wie man eine gute und sinnvolle Pflegeplanung schreibt. Die meisten Fragen sind: „Wie kann ich Probleme finden?“, „Wie kann ich die Ressourcen von meinem Klienten feststellen?“, „Wie kann ich gute und vor allem erreichbare Ziele festlegen?“, „Wie kann ich Maßnahmen schreiben die auch wirklich dazu führen, dass man die festgelegten Ziele erreicht?“ und auch die wichtigste Frage: „Wie kann ich eine MDK-gerechte Pflegeplanung schreiben?“



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21/04/2010 | 1141 Zugriffe | (0 Bewertung) | Drucken | PDF | Email

Pflege/Pflegeplanungen
Autor : Mathias Berger

Wichtige Gründe für eine Pflegeplanung:

 

  1. Der Gesetzgeber fordert eine individuelle Pflegeplanung für jeden Bewohner und hat den zeitlichen Aufwand bereits in den Personalschlüssel mit eingerechnet.

 

In den gemeinsamen Grundsätzen und Maßstäben zur Qualität und Qualitätssicherung gem. § 80 SGB XI heißt es unter Punkt 3.2.2.3 zur vollstationären Pflegeeinrichtung:

 

„Für jeden Bewohner ist eine individuelle Pflegeplanung unter Einbezug der Informationen des Bewohners, der Angehörigen oder anderer an der Pflege Beteiligten durchzuführen. Die Empfehlungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nach § 18 Abs. 5 SGB XI werden berücksichtigt. Die Möglichkeiten der aktivierenden Pflege und die beim Bewohner vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten zur Einbeziehung in den Pflegeprozess sind herauszuarbeiten und die Pflegeziele festzulegen.“

 

Dies bedeutet also, dass jede Pflegekraft verpflichtet ist Pflegeplanungen zu schreiben.

Weiterhin legt der MDK einen großen Wert darauf, dass Pflegeprobleme möglichst nach Priorität geordnet sein sollen, also das wichtigste Pflegeproblem an erster Stelle und dann das nächstwichtige Problem usw. Hier kann es dazu kommen, dass unterschiedliche Pflegekräfte ein Pflegeproblem eines Klienten unterschiedlich bewerten. Um dieses Problem der unterschiedlichen Meinungen zu lösen muss man im Team ein Konsens finden und sich auf die Gewichtung der pflegerischen Probleme einigen. Die Sortierung der Pflegeprobleme hat auch noch weitere Vorteile. Nämlich zum einen den Zeitfaktor. Eine Pflegekraft die  innerhalb kurzer Zeit möglichst genau einen Klienten versorgen muss, kann auch recht schnell erkennen, worin die größten oder wichtigsten Defizite eines Klienten liegen und sie erkennt auch in welchen Bereichen der Klient besondere Stärken bzw. Ressourcen hat. Die Pflegekraft muss sich die individuelle Situation des Klienten sehr genau anschauen um die Probleme richtig einzuordnen. Beispielsweise liegen die größeren Probleme eines immobilen Klienten eher in der Ernährung und der erforderlichen Prophylaxen. Bei einem Klienten der gerade erst in eine Pflegeeinrichtung gezogen ist liegen die größeren Probleme wahrscheinlich eher in der sozialen und psychischen Situation.

Auch potenzielle Pflegeprobleme möchte der MDK gern in jeder Pflegeplanung sehen. Hier kann jede Pflegekraft ihr fachliches Können unter Beweis stellen und außerdem kann das Pflegepersonal den potenziellen Problemen prophylaktisch entgegenwirken. Zu den potenziellen Pflegeproblemen zählt zum Beispiel die Sturzgefahr, die Dekubitusgefahr oder auch die Isolationsgefahr. Später werde ich noch genauer auf die Problemerfassung eingehen.

Eine differenzierte Maßnahmenplanung ist für den MDK genauso wichtig wie die Regelung der Zuständigkeit der Durchführung der geplanten Maßnahmen. Mit differenzierter Maßnahmenplanung meine ich die 5 W Fragen:

Wer? Was? Wann? Wie oft? Warum?

Warum? Ja weil der MDK jede Maßnahme begründet sehen möchte. Jede geplante Maßnahme muss begründet um zu sehen, welchen Zweck sie erfüllen soll und warum es so und nicht anders gemacht wird. In Ausnahmefällen ist die Beantwortung der Warum – Frage nicht notwendig beispielsweise bei dem Verweis auf eine Richtlinie oder auf einen Standard. Ich brauche also nicht nochmal aufschreiben warum die Dekubitusprophylaxe nach Standard durchgeführt wird. Die Antwort dürfte jedem klar sein. Aber sollte hier bei der Dekubitusprophylaxe vom Standard abgewichen werden muss dies begründet sein.

Mit der Regelung der Zuständigkeit ist eigentlich nichts weiter gemeint als die Benennung der zuständigen Pflegekräfte. In einer Pflegeplanung hat das Wort Pflegepersonal nicht zu suchen, da es viel zu weitreichend ist. Unter Pflegepersonal kann man auch die Betreuungskräfte verstehen. Sie müssen also genau aufschlüsseln wer welche Maßnahmen durchführen soll. An diesem Punkt verweise ich auch wieder auf das spätere Kapitel in dem die Maßnahmen nochmals ganz genau beschrieben werden.

Was möchte der MDK noch in einer Pflegeplanung sehen? Ach ja die Ziele. Es sollten in jeder Pflegeplanung Nah- und Fernziele vorhanden sein. Also zum einen Ziele die schnell erreicht werden können und zum anderen Ziele die eher noch in der Zukunft liegen und auf die hingearbeitet werden soll. Inzwischen gibt es viele Diskussionen zum Thema Fernziele in der Altenpflege. In 95% aller Fälle kann man als Fernziel nur noch ein Erhaltungsziel festlegen. Da sich meist der Zustand der pflegebedürftigen alten Menschen wohl eher nicht verbessert sondern im Idealfall erhalten bleibt. Auch ich bin der Meinung, dass Fernziele in der Altenpflege eher wenig Sinn machen, aber ich werde ja nicht vom MDK gefragt. Also werden wir weiter Fernziele formulieren. Und wie wir das machen erfahren Sie auch im entsprechenden Kapitel.

Wichtig ist auch an dieser Stelle zu sagen, dass es die Mitarbeiter des MDK extrem gut finden wenn zu jedem Problem auch ein Ziel und eine Maßnahme zugeordnet ist und das auch noch an gleicher Stelle. Meint also: das Ziel an erster Stelle und die Maßnahme(n) an erster Stelle müssen zum ersten Problem passen. Der MDK verbringt sehr viel Zeit – ja schon zu viel Zeit damit sich die passenden Ziele und Maßnahmen aus der Pflegeplanung herauszusuchen. Machen Sie es den netten Mitarbeitern vom MDK leichter und beachten Sie diese Punkte. Damit wird die nächste Prüfung garantiert ein Erfolg. Glauben Sie mir, dies sind nicht einfache Tipps die man überall bekommt.

Somit ist der erste Punkt abgearbeitet.

 

  1. Auf das Nachlaufen nach Informationen kann verzichtet werden

 

Der Punkt sagt eigentlich schon alles aus. Man braucht nicht mehr den Informationen die irgendwo auf Blättern herumliegen nachlaufen, sondern hat alle wichtigen Aspekte der Pflege eines pflegebedürftigen Klienten in einem Werk zusammengefasst. Ist die Pflegeplanung umfangreich und gut geschrieben, wird jeder alle erforderlichen Informationen darin finden. Dies ist also das Ziel der Pflegeplanung.

 

  1. Informationen über Klienten gehen nicht mehr verloren

 

Wenn jede Pflegekraft die Informationen über einen Klienten sammelt, diese auch gleich in die Pflegeplanung einbringt bzw. diese an die entsprechende Kollegin weitergibt sind stets alle Informationen in der Pflegeplanung enthalten und gehen nicht erst verloren. Die Pflege wird somit noch hochwertiger und die Klienten fühlen sich wirklich ernst genommen.

 

  1. Wichtige Ressourcen der Klienten sind stets allen bekannt und werden berücksichtigt

 

Auch dieser Punkt ist sehr wichtig, da gerade die Ressourcen für den pflegebedürftigen Menschen alles sind was er noch zur Verfügung hat. Und je mehr Probleme dem entgegenstehen umso hochwertiger sind die Ressourcen für den Klienten. Jeder Mitarbeiter sollte die Ressourcen des Klienten wirklich sehr gut kennen den sie versorgt. Für diesen Punkt ist ein Bezugspflegesystem unerlässlich. In einem Bezugspflegesystem ist eine Pflegekraft für eine bestimmte Anzahl an Klienten die Bezugsperson. Im Idealfall sollte die Bezugspflegekraft auch die Klienten als Bezugspflegepersonen haben mit denen sie gut auskommt oder zu denen sie einen besonderen Draht hat. In bestimmten Einrichtungen, wie z.B. in Krankenhäusern ist es recht kompliziert ein Bezugspflegesystem zu integrieren aber nicht unmöglich. Meist wird hier das Funktionspflegemodell angewandt. Das Funktionspflegemodell ist im Großen und Ganzen ein massenkompatibles Modell. Jede Pflegekraft wird entsprechend ihrer Qualifikationen für alle Klienten einer Station eingesetzt und führt somit bestimmte Funktionen aus. Beispielsweise misst eine Schwester den Blutdruck von allen Klienten und die Nächste nimmt Blut ab.

 

  1. Mitarbeiter handeln nicht mehr zufällig und intuitiv bei der Pflege eines Klienten. So wird eine gleich bleibende Behandlungsqualität gesichert

 

Sind allen Pflegekräften die Ziele und Maßnahmen der Pflege des pflegebedürftigen Menschen bekannt, kann es nicht passieren, dass die Pflege zufällig statt findet. Jede Pflegekraft kann die entsprechenden Ressourcen des Klienten mit einbeziehen und auf seine Probleme individuell aber geplant eingehen. Zufälle sollte es in der Pflege nur wenige geben und dann aber positive.

 

  1. Der individuelle Fortschritt eines Klienten kann anhand der Pflegeplanung beobachtet und erkannt werden

 

Wird die Pflegeplanung regelmäßig evaluiert und bei pflegerischen Veränderungen der  Situation angepasst so lässt sich die Veränderung des Klienten Schritt für Schritt nachvollziehen. Ein erreichtes Ziel kann als Ressource eingeplant werden und es ergeben sich daraus wieder neue Ziele und Maßnahmen. Denn ist ein Ziel erreicht passt auch das dazugehörige Problem und die Maßnahme(n) nicht mehr. Die Pflegeplanung muss also individuell angepasst werden.

 

  1. Die Klienten werden nach aktuellem pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen versorgt und gepflegt

 

Wenn ich eine Pflegeplanung schreibe und mir ein Problem auffällt das ich bisher noch nicht kannte muss ich mich damit auseinandersetzen. Z.B. hatte ich zuletzt das Problem bei einem Klienten mit der Chorea-Huntington Krankheit. Hierfür habe ich stundenlang Bücher gewälzt, im Internet um Rat gesucht und verschiedene andere Informationsquellen genutzt, bis ich alle entsprechenden Informationen zusammen gesammelt hatte. Ich bin so an aktuelle Informationen gekommen, die anderen Pflegekräften noch neu waren. Ich habe von einer Physiotherapeutin Tipps für verschiedene Lagerungsmöglichkeiten für Chorea-Huntington Erkrankte bekommen und habe diese in die Pflegeplanung mit eingebracht. Die Klientin ist mit Hilfe dieser Lagerung wesentlich ruhiger und ausgeglichener. Dies ist wohl ein gutes Beispiel für diesen siebenten Punkt.

 

  1. Bei Mitarbeiterausfall, nach einem Urlaub oder bei einer Umorganisation der Stationen kann die Pflegekraft alle Informationen bekommen und an die Pflege anknüpfen

Wie ich im ersten Teil bereits beschrieben habe, findet eine Pflegekraft die neu auf der Station ist alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Auch für die Pflegevisite ist die Pflegeplanung ein wichtiges Instrument. Die Pflegeplanung sollte immer so geschrieben sein, dass jeder den Klienten pflegen kann auch wenn er ihn bis dahin nicht kannte. Dies sollte man sich bei der Formulierung der einzelnen Punkte immer wieder klar machen. Das wichtigste Dokument für den MDK für eine Pflegestufeneinschätzung ist nicht, wie oft geglaubt der Zeiterhebungsbogen sondern die Pflegeplanung. Schreiben Sie also sorgfältig Ihre Pflegeplanung auch wenn die Zeit manchmal etwas knapp bemessen ist. Lieber etwas zu viel schreiben als zu wenig.

 

An dieser Stelle kann ich Ihnen auch einmal mein Pflegeplanungsprogramm ans Herz legen. Mit dieser Software können Sie innerhalb kürzester Zeit eine individuelle Pflegeplanung erstellen. Das Pflegeplanungsprogramm „Pflegeplanung Schnell & Einfach“ können Sie auf der Internetseite www.pflegeplanung24.de erwerben. Dort können Sie auch eine Demoversion herunterladen.



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27/11/2008 | 4369 Zugriffe | (0 Bewertung) | Drucken | PDF | Email

Pflege/Pflegeplanungen
Autor : Mathias Berger

Was ist eine Pflegeplanung und warum ist sie sinnvoll?

 

Eine Pflegeplanung soll in erster Linie eine detaillierte Übersicht über die Pflege eines pflegebedürftigen Menschen geben.

Stellen Sie sich vor, Sie kommen als neue Pflegekraft in ein Heim. Sie kennen noch keinen Bewohner und die Einarbeitung durch die Kollegen war zwar gut aber nicht ausreichend. Jetzt betreten Sie am Montagmorgen das Zimmer eines Bewohners den Sie noch nie vorher gesehen haben. Die leitende Pflegekraft hat Ihnen im Groben erklärt wie der Bewohner zu versorgen ist und da Sie ja auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken können sind Sie ziemlich sicher. Sie versorgen diesen Menschen und stellen eine wunde Stelle auf der Haut des Bewohners fest. Davon hat Ihnen die Pflegekraft nichts erzählt. Jetzt haben Sie 2 Möglichkeiten: 1. Sie sehen sich nach der Pflegekraft auf der Station um und fragen Sie nach der Behandlung dieser Wunde. Die Station ist aber sehr groß und die Pflegekraft hat vergessen die Anwesenheitsleuchte im Zimmer einzuschalten. Eine andere Pflegekraft finden Sie auch nicht. Also bleibt nur Möglichkeit 2: Sie schauen in die Pflegeplanung des Bewohners. Wenn diese Pflegeplanung gut geschrieben ist und auf die aktuellen und potenziellen Probleme eingeht, müsste das Problem dort beschrieben sein. Schnell finden Sie auch das Problem eines Hautdefektes. Zu diesem Problem werden auch Maßnahmen beschrieben die Sie nun durchführen können. Es ist genau beschrieben wie die Wunde behandelt werden muss, welche Salbe sie auftragen sollen, wo sich die Salbe befindet und ob die Wunde bedeckt werden muss oder nicht.

Sie haben also nun alle erforderlichen Informationen die Sie brauchen. Der Bewohner wird fachgerecht und individuell versorgt. Eine Pflegeplanung muss also genaue Schritte zur Durchführung von Maßnahmen beschreiben, damit auch Menschen den zu Pflegenden gut versorgen können, ohne ihn vorher gesehen zu haben.

 

Auch der Gesetzgeber hält die Pflicht für eine Pflegeplanung im SGB XI § 80 fest:

 

„Für jeden Bewohner ist eine individuelle Pflegeplanung unter Einbezug der Informationen des Bewohners, der Angehörigen oder anderer an der Pflege Beteiligten durchzuführen. Die Empfehlungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nach § 18 Abs. 5 SGB XI werden berücksichtigt. Die Möglichkeiten der aktivierenden Pflege und die beim Bewohner vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten zur Einbeziehung in den Pflegeprozess sind herauszuarbeiten und die Pflegeziele festzulegen.“

 

Pflegeplanungen unterscheiden sich im Großen und Ganzen durch die Einrichtungen in der diese geschrieben werden. Im Krankenhaus oder in einem ambulanten Pflegedienst werden Pflegeplanungen anders formuliert als in einer stationären Altenpflegeeinrichtung. Dies ist meist auf die besonderen Umstände zurückzuführen. Im Krankenhaus werden pflegebedürftige Patienten meist nur relativ kurz betreut. Entweder sind die Patienten dann wieder gesund oder werden in anderen Einrichtungen weiterversorgt. Dementsprechend sind die Pflegeplanungen ausgelegt. Meist werden hier nur in Formularen die Probleme, Ziele und Maßnahmen angekreuzt, da Sie schon vorgegeben sind. Auf Ressourcen wird im Krankenhaus fast gar nicht eingegangen. Pflegeplanungen sind hier Krankheits- und Stationsbezogen. In der ambulanten Pflege wird eine Pflegeplanung anders geschrieben, da hier die Pflegekräfte nur sehr wenig Zeit mit der pflegebedürftigen Person verbringen. In der Pflegeplanung werden also hauptsächlich die Maßnahmen beschrieben, die in der kurzen Zeit durchgeführt werden müssen. Besonderer Wert wird hier auf die Grundpflege und Behandlungspflege gelegt da auch nur diese durchgeführt werden. In einem Alten- oder Pflegeheim sind die Pflegeplanungen sehr ausführlich geschrieben. Hier werden die Pflegebedürftigen den ganzen Tag betreut und versorgt. Dies muss natürlich auch in die Pflegeplanung mit einfließen und diese sind daher sehr umfangreich. Die Pflege muss 24 Stunden und 7 Tage die Woche geplant sein.

 

Eine Abweichung von den Maßnahmen in der Pflegeplanung muss immer schriftlich festgehalten werden. Wenn diese Abweichung öfter vorkommt muss die Pflegeplanung dann angepasst werden. Meist werden dann Abweichungen vorgenommen, wenn der zu Pflegende akut krank ist oder durch den normalen Abbauprozess im Alter Ressourcen wegfallen oder Probleme hinzukommen. Manchmal kann es auch sein, dass Ressourcen wiedererlangt werden. Dies ist natürlich der Idealfall, aber im Altenheim relativ selten, da nur die wenigsten dort „gesund“ gepflegt werden. Hier wird eher auf die Erhaltung der vorhandenen Ressourcen Wert gelegt.

 

Alle Maßnahmen in der Pflegeplanung sind für die Pflegekräfte verbindlich und müssen auch befolgt werden. Nur so kann eine Kontinuität und gleich bleibend gute Qualität der Pflege gewährleistet werden. Aus diesem Grund muss eine Pflegeplanung auch sehr genau ausgearbeitet werden. Formulierungen sollten immer so geschrieben sein, dass jede Pflegekraft, ob examiniert oder nicht examiniert diese verstehen und die Maßnahmen umsetzen kann. In eine Pflegeplanung gehören also keine fachchinesischen Formulierungen oder medizinische Diagnosen. Eine Pflegehilfskraft kann eher selten mit Begriffen wie Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) oder Percutane endoskopische Gastrostomie (PEG oder Magensonde) etwas anfangen. Alle Formulierungen sollen klar, verständlich und direkt beschrieben sein. Auch große Ausschweifungen von Formulierungen sollte unterlassen werden. Eine Formulierung wie z.B.: „Den Bewohner am Abend auf eigenen Wunsch in sein Zimmer begleiten.“ ist wesentlich sinnvoller als folgende Formulierung: „Der Bewohner wird am Abend nach dem Abendbrot und nach den Nachrichten um 20:15 Uhr in sein Zimmer gebracht. Vorher aber nachfragen ob der Bewohner dies wünscht. Meistens sagt er selbst, wenn er in sein Zimmer möchte.“

Diese letzte Formulierung ist zwar sehr genau aber auch sehr unverständlich. Geht er nun um 20:15 Uhr in sein Zimmer oder wird er ins Zimmer begleitet nachdem er diesen Wunsch geäußert hat? Außerdem ist die Formulierung sehr lang und zieht die Pflegeplanung in eine unübersichtliche Länge. Selbstverständlich sollte die Pflegeplanung so wenig wie möglich Rechtschreibfehler beinhalten. Ich habe schon Pflegeplanungen versucht zu lesen in denen jedes dritte Wort falsch geschrieben wurde und das ist fast unmöglich. Zwar kann das menschliche Gehirn automatisch falsch oder unvollständig geschriebene Wörter richtig zusammensetzen, aber bei solchen Pflegeplanungen ist jedes Gehirn machtlos.

Sehr wichtig sind auch Maßeinheiten in Pflegeplanungen. Gerade Maßeinheiten beim Blutzucker sollten immer mit dazu geschrieben werden. Denn ein Wert von 30 kann zwei sehr unterschiedliche Bedeutungen haben: 30 mg/dl = Unterzuckerung und 30 mmol/l = Überzuckerung. Und wenn dann noch die zwei Maßeinheiten auf einer Station verwendet werden, ist die Verwirrung perfekt.

 

Eine Pflegeplanung muss regelmäßig evaluiert – also überprüft werden. Die Häufigkeit wird je nach Pflegestufe des Pflegebedürftigen festgelegt. Je öfter eine Pflegeplanung überprüft wird umso besser, aber man kann sich an folgende Zeiträume halten:

 

Pflegestufe 1: halbjährlich (6 Monate)

Pflegestufe 2: vierteljährlich (3 Monate)

Pflegestufe 3: monatlich

 


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IstaVea/IstaVea
Autor : Mathias Berger

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Achillesstraße 120
13125 Berlin
Tel: 03029037827
Fax: 03029037826
ICQ: 489 494 761 


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News/Pflege
Autor : Mathias Berger

Fortbildung Pflegeplanung

Fortbildung Pflegeplanung

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Sie erhalten die Fortbildung sowie die komplette Dokumentation auf Cd-Rom.

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Autor : Mathias Berger
 
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News/Pflege
Autor : Mathias Berger

Ab sofort gibt es Pflegeplanung Schnell und Einfach in einer verbesserten Version!



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Es wurden viele Neuerungen umgesetzt und realisiert. Besonders auf Kundenwünsche wurde eingegagngen.
Hier die neuen Funktionen in der Übersicht:
  • Es ist nun möglich die Pflegeplanung im Programm zu evaluieren.
  • Es wurde eine Filterfunktion eingebaut, damit man bestimmte Formulierungen schnell findet.
  • Es kann das Geburtsdatum der pflegebedürftigen Person eingetragen werden (Wunsch)
  • Es werden nicht mehr alle AEDL`s in der Ausgabe angezeigt, sondern nur die in der auch Formulierungen aktiviert sind. (Wunsch)
  • Die Tabellen werden werden automatisch auf das nächste Blatt verschoben, wenn sie auf 2 Seiten umgebrochen werden müssten. (Wunsch)
  • Man kann nun auch zwischen "Pflegekraft" und "Pflegefachkraft" als erstellende Person auswählen (Wunsch)
  • Das Paket "Eigene" ist standardmäßig aktiviert (Problemlösung)
  • Man kann zu Problemformulierungen Zuordnungen vergeben: D.h. wenn man ein Problem aktiviert, werden automatisch dazugehörige (abhängige) Ziele und Maßnahmen aktiviert.
  • Die Seitenansicht wurde so angepasst, dass man die Blätter lochen kann ohne das man den Text mit durchlöchert
  • Die Ansicht Seitenansicht (Vorschau) kann man nun ständig angezeigt lassen. Sie wird in einem eigenen Fenster im Vorgergrund angezeigt.
Mit diesem Update ist das Pflegeplanungsprogramm absolut einzigartig geworden. Es gibt kein zweites gleichartiges Programm mit diesen Funktionen.

Und das Beste: Es bleibt so günstig wie bisher!


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Pflegesoftware, EDV usw/Pflegeplanungsprogramme
Autor : w. Antonik
Neues Software von
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